Informationen für Eltern

Informationen für Eltern und Andere

Videospiele sind längst im Alltag der jungen Generation angekommen. Auf der Konsole, dem PC oder auf dem Smartphone, gespielt wird viel. Doch außerhalb der Gaming- und eSport-Szene trifft man vermehrt auf Vorurteile und konservative Ansichten. Wir als Verein möchten ein realistisches Bild des Gamings in die Gesellschaft bringen, so möchten wir im Folgenden auf unsere Mentalität und einige klassische und populäre Äußerungen eingehen.

Unser Fokus

Die eSport Abteilung der SportKultur Stuttgart bietet Gamern und eSportlern aus der Region eine Anlaufstelle. Bei uns können Spieler und Spielerinnen aller Altersstufen, Nationen und Spielerfahrungen gemeinsam die Welt der Videospiele entdecken und sich mit unserer Unterstützung weiterentwickeln. Wir sind eine vielfältige und tolerante Gemeinschaft und regen unsere Mitglieder zu einem ausgeglichenen und gesunden Lebensstil an. Die Erfahrungen und das Wissen des Sportvereins kommt dabei auch den Gamern und eSportlern zugute, so können wir die langjährigen Errungeschaften des traditionellen Sports im eSport fortführen. Die Symbiose aus Sportverein und eSport-Abteilung ist ein zukunftsträchtiges und neuartiges Konzept welches eine adäquate Betreuung der Spieler und Spielerinnen sicherstellen soll.

Sportliche Ambition

Die Debatte ob eSport denn nun Sport sei oder nicht lebt immer wieder auf. Selbst der DOSB ("ESPORT: FAHRPLAN ZU EMPFEHLUNGEN") beschäftigt sich mit dem eSport. Unabhängig von einer offiziellen Anerkennung sehen wir den eSport definitiv als Sport, die körperliche Belastung ist mit anderen Sportarten durchaus vergleichbar ("Sportwissenschaftler: eSports-Profis sind wahre Athleten" - Artikel der Deutschen Welle). In unserer Abteilung fördern wir auch ein physisch-anspruchsvolles Training, da körperliche Fitness durchaus positiven Einfluss auf die Fähigkeiten eines eSportlers hat. Die Organisation im eSport kommt der im traditionellen Sport gleich, unsere Teams und Spieler trainieren regelmäßig und stellen ihr Können in Turnieren und Ligen unter Beweis.

Alterseinschränkungen

In Deutschland ist die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) für die Einstufung von Videospielen zuständig, dieser Vorgang wird dabei streng staatlich überwacht. Bei der USK nehmen Experten die Einstufung vor und orientieren sich dabei an Kritierien wie Abstraktion, Gewaltverherrlichung und Zeitdruck (auf den Seiten der USK lesen Sie mehr zum Prüfverfahren). Die USK-Einstufung ist auch für uns bindend, wir prüfen regelmäßig die Alterseinschränkungen der Spiele und das Alter der Spieler. Mit Ausweiskontrollen, Altersbändchen und getrennten Veranstaltungen stellen wir die Einhaltung der USK-Einstufungen sicher. Außerhalb der Vereinsaktivitäten empfehlen wir Eltern, Freunden und Betreuern ebenfalls eine strikte Einhaltung der Altersbeschränkungen.

Video auf YouTube: "USK: Deswegen gibt es uns!"

"Killerspiel"-Debatte

Sogenannte "Killerspiele", treffender Ego-Shooter, wurden in der Vergangenheit insbesondere von der Politik immer wieder für Gewaltverbrechen verantwortlich gemacht. Das konnte bis heute wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden und erscheint, uns Spielern zumindest, auch sehr weit hergeholt. Durch Shooter wird kein gesunder Spieler gewalttätig!

Video auf YouTube: "#kurzerklärt: Killerspiele - machen Games aggressiv?"

Es besteht i.d.R. kein Risiko Ihr Kind in die Welt der Shooter entfliehen zu lassen solange die Altersbeschränkung beachtet und die Eltern ein Auge auf die Aktivität haben, zudem sollten Sie ihrem Kind als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Begleiten Sie ihr Kind in der Welt der Videospiele und gehen Sie konkret auf die Thematiken der Spiele ein.

Video auf YouTube: "Machen Killerspiele gewalttätig? - Doktor Allwissend"

"Fortnite-Skandal"

Mit einem Bericht hat der Fernsehsender Pro7 sehr schlechtes Licht auf das Game "Fortnite: Battle Royale" geworfen. Es ist die Rede von "Gemetzel" und "digitalen Morden". Fortnite ist ein Shooter om Comic-Style, d.h. die Grafiken sind weit entfernt von der Realität und auch die Bewegungen der Charakter sind stark vereinfacht. Noch nicht einmal Blut fließt in diesem Spiel. Die Alterseinstufung der USK liegt bei 12 Jahren. Wir sind der Auffassung, dass diese Einstufung korrekt ist, da die unrealistische Fantasie-Welt des Spiels und die stark vereinfachten Darstellungen den Bezug zur Gewalt auf ein Minimum reduzieren. Zudem geht es in Fortnite nicht nur um das Töten, sondern auch das Überleben und Bauen, somit ist das Spiel sehr abwechslungsreich.

Was kann ich als Elternteil tun?

Als Elternteil sollten Sie ihr Kind begleiten, erleben Sie zusammen neue Videospiele. Zeigen Sie ihrem Kind aber auch Grenzen auf, regulieren Sie das Spielverhalten in Rücksprache mit ihrem Kind. Lernt ihr Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit Videospielen so findet es sich in einer selbstständigen Welt als Teenager und junger Erwachsener besser zurecht und kann die Risiken besser einschätzen. Achten Sie darauf ihrem Kind keine allzu strengen Vorgaben zu machen und es in seinem Freiraum einzuengen, gehen Sie als Beispiel voran.

Video auf YouTube: "Eltern, Gaming und Killerspiele"

Weitere Informationen

Wir empfehlen folgende Quellen für weitere Informationen:

YouTube: Computerspiele zwischen Frust und Spaß
YouTube: Vom Killerspieler zum Liebling der Politik
YouTube: Not a Babysitter - Why Parents Should Play Games with their Kids - Extra Credits
Zeit Online: Eltern, spielt mehr Computer!